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Shows für Advatek-Controller exportieren (SHOWTime)

Eine Sequenz als SHOWTime-Szene (.scn) exportieren und ohne Rechner auf einem Advatek PixLite Mk3 abspielen.

Aktualisiert am

PixDrive Studio exportiert deine Sequenz als SHOWTime-Szene (.scn). Diese Datei spielt ein Advatek PixLite Mk3 direkt von seiner microSD-Karte ab – ohne Rechner, ohne Lichtpult und ohne laufende Netzwerkverbindung. Ideal für feste Installationen, Schaufenster oder Deko, die jeden Tag gleich laufen soll.

Voraussetzungen

  • PixDrive Studio mit Lizenz. Der Export ist Teil des Sequenzers, und der ist in der Demo-Version nicht verfügbar.
  • Eine fertige Sequenz im Sequenzer.
  • Ein Gerät in PixDrive Studio, das deinen Controller mit seinen Fixtures abbildet.
  • Ein Advatek PixLite Mk3 mit SHOWTime, zum Beispiel E4-S, A4-S, E16-S, T8-S oder T16X-S, und eine eingesetzte microSD-Karte.

Das Wichtigste vorab: Ports wie am Controller

Eine .scn-Datei enthält nicht nur Farben, sondern auch die Belegung der Pixel-Ausgänge: Pixelzahl, Start-Universum und Startadresse jedes Ports. Der Controller spielt die Daten genau nach dieser Belegung ab.

Die Controller Ports im Export müssen deshalb exakt den Pixel-Ausgängen deines PixLite entsprechen. Stimmen sie nicht, landen die Farben auf den falschen Pixeln oder bleiben dunkel. Nimm dir für diesen Schritt die Ausgangs-Einstellungen aus der Weboberfläche deines Controllers zur Hand.

1. Export öffnen

  1. Öffne oben den Bereich Sequenzer und lade die Sequenz, die du exportieren willst.
  2. Klicke in der Transportleiste auf Export.
  3. Wähle als Format den Eintrag Advatek .scn (SHOWTime). Er ist bereits vorausgewählt.
  4. Wähle unter Device das Gerät, das deinem Controller entspricht.
  5. Stelle die Framerate (FPS) ein. Standard sind 60 Bilder pro Sekunde, erlaubt sind 1 bis 120.

Eine höhere Framerate ergibt flüssigere Bewegungen, aber auch eine größere Datei.

2. Controller-Ports einrichten

Im Bereich Controller Ports legst du für jeden belegten Pixel-Ausgang deines PixLite eine Zeile an:

Spalte Bedeutung
Name frei wählbar, erscheint in Fehlermeldungen
Pixel Anzahl der Pixel an diesem Ausgang
Addr DMX-Startadresse im Start-Universum, 1–512
Uni Start-Universum dieses Ausgangs
Aux markiert den Aux-DMX-Ausgang, siehe unten

So gehst du vor:

  1. Klicke auf Von Fixtures. PixDrive Studio legt für jedes Fixture des Geräts einen Port an und übernimmt Pixelzahl, Startadresse und Universum.
  2. Vergleiche jede Zeile mit dem entsprechenden Ausgang in der Weboberfläche des PixLite und korrigiere Abweichungen direkt in der Tabelle.
  3. Fehlt ein Ausgang, fügst du ihn mit + Port hinzu. Das Papierkorb-Symbol entfernt einen Port.
  4. Setze Physische Ports gesamt auf die Anzahl der Pixel-Ausgänge deines Controllers – zum Beispiel 4 beim E4-S oder 16 beim E16-S.

Deine Port-Tabelle wird am Gerät gespeichert. Beim nächsten Export ist sie schon ausgefüllt.

Farbformat: Eine .scn-Datei enthält genau ein Farbformat, RGB oder RGBW. PixDrive Studio übernimmt es aus dem LED-Typ deiner Fixtures. Die Spalte Typ in der Port-Tabelle wirkt sich auf die .scn-Datei nicht aus. RGBCCT- und CCT-Fixtures lassen sich im .scn-Format nicht exportieren.

Aux-DMX-Port: Hat dein PixLite einen DMX-Ausgang (Aux), markierst du dessen Zeile mit Aux. Das ganze Universum dieses Ports wird dann als eigener DMX-Datenstrom gespeichert, Pixelzahl und Typ gelten hier nicht. Das Format unterstützt einen Aux-Port pro Datei.

3. Datei speichern

  1. Klicke auf Exportieren.
  2. Wähle Speicherort und Dateinamen. PixDrive Studio schlägt Auto-00001.scn vor.
  3. Nach dem Export zeigt der Dialog die Anzahl der Frames, die Dauer und die Größe der Datei.

Exportiert wird die komplette Sequenz aus dem Sequenzer, Bild für Bild berechnet. Effekte, die nur live laufen und nicht auf der Timeline liegen, sind nicht enthalten. Ist die Sequenz auf Loop mit Überblendung gestellt, berechnet PixDrive Studio die Datei so, dass sie nahtlos wiederholt werden kann.

4. Szene auf dem PixLite abspielen

Die Wiedergabe richtest du in der Weboberfläche des Controllers ein:

  1. Öffne die Weboberfläche des PixLite im Browser über seine IP-Adresse.
  2. Übertrage die .scn-Datei im SHOWTime-Bereich auf die microSD-Karte des Controllers.
  3. Spiele die Szene dort ab oder füge sie einer Playlist hinzu.
  4. Soll die Show ohne Zutun laufen, richte einen Trigger ein, zum Beispiel für den Start einer Playlist beim Einschalten des Controllers.

Die genaue Bedienung von SHOWTime beschreibt Advatek im PixLite Mk3 Management Guide.

Fehlermeldungen beim Export

Die Meldungen erscheinen im Export-Dialog, zum Teil auf Englisch. Die häufigsten:

Meldung Ursache und Lösung
„Keine Pixel-Fixtures in diesem Device konfiguriert.“ Das gewählte Gerät hat keine Pixel-Fixtures. Wähle das richtige Gerät oder lege Fixtures an.
„The .scn format can only carry a single color format per file (RGB or RGBW)…“ Das Gerät mischt RGB- und RGBW-Fixtures oder nutzt RGBCCT/CCT. Exportiere je LED-Typ getrennt oder markiere einen reinen DMX-Ausgang als Aux.
„The .scn output descriptors do not match the rendered DMX data…“ Ports und Fixtures passen nicht zusammen. Korrigiere Start-Universum oder Startadresse der genannten Ports.
„…mix ‘Channel Align’ on and off…“ Die Fixtures des Geräts haben unterschiedliche Einstellungen bei Channel Align. Stelle sie bei allen gleich ein.
„The .scn descriptor table holds at most 32 ports…“ Mehr als 32 Ports sind im Format nicht möglich.
„The .scn format has only been observed with a single aux DMX stream…“ Es ist mehr als ein Port als Aux markiert. Lass nur einen markiert.
„Ungueltige Framerate …“ Die Framerate liegt außerhalb von 1–120.

Weitere Exportformate

Im selben Dialog stehen weitere Formate zur Auswahl:

  • WLED Binary (.wled) – für die PixDrive SD-Karten-Erweiterung für WLED.
  • TPM2 Serial (.tpm2) und TPM2.Net (.tpm2net) – reine Bilddaten ohne Kopfzeile. Framerate und LED-Anzahl stellst du im abspielenden Gerät ein, siehe TPM2-Export für DIAMEX LED-Player.
  • ArtNet Stream (.artnet) – zeichnet alle Geräte und Universen als Art-Net-Pakete auf, statt nur ein Gerät zu exportieren.