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TPM2-Export für DIAMEX LED-Player

Eine Sequenz als TPM2-Datei exportieren und ohne Rechner von der microSD-Karte eines DIAMEX LED-Player-ME abspielen.

Aktualisiert am

Für kleine Installationen mit ein paar LED-Streifen oder einer kleinen Matrix brauchst du keinen großen Controller. Ein DIAMEX LED-Player spielt TPM2-Dateien direkt von einer microSD-Karte ab – ohne Rechner und ohne Netzwerk. Diese Anleitung zeigt am Beispiel des LED-Player-ME, wie du eine Sequenz aus PixDrive Studio dafür exportierst.

Was ist TPM2?

TPM2 ist ein einfaches Format für LED-Daten: Die Datei enthält nur die Farbwerte aller LEDs, Bild für Bild hintereinander. Sie enthält keine Framerate und keine Aufteilung auf Ausgänge. Beides stellst du am Player ein – und es muss zu deinem Export passen.

Voraussetzungen

  • PixDrive Studio mit Lizenz. Der Export ist Teil des Sequenzers, und der ist in der Demo-Version nicht verfügbar.
  • Eine fertige Sequenz im Sequenzer.
  • Ein Gerät in PixDrive Studio mit den Fixtures, die am Player hängen.
  • Ein LED-Player-ME mit WS2811/WS2812-kompatiblen LEDs (RGB oder RGBW).
  • Eine microSD-Karte: SD oder SDHC bis 32 GB, formatiert als FAT32 oder FAT16. SDXC-Karten mit exFAT erkennt der Player nicht.

So verteilt der Player die LEDs

Der LED-Player-ME hat vier Ausgänge. Er liest die LEDs aus der Datei der Reihe nach und füllt damit Ausgang für Ausgang: Stellst du S_LEDS=100 ein, landen LED 1–100 auf Ausgang 1, LED 101–200 auf Ausgang 2 und so weiter.

Daraus folgen zwei Regeln:

  • Jeder Ausgang hat dieselbe LED-Anzahl. Die Einstellung S_LEDS gilt für alle Ausgänge. Ist ein Streifen kürzer, verschieben sich die Daten nicht – die überzähligen LED-Werte dieses Ausgangs gehen einfach ins Leere. Plane deshalb Streifen gleicher Länge oder lege die Fixtures so an, dass jeder Ausgang genau S_LEDS LEDs bekommt.
  • Die Grenzen hängen von der Version ab. Den Player gibt es als ME-2048 und ME-4096:
Version RGB pro Ausgang RGB gesamt RGBW pro Ausgang RGBW gesamt
LED-Player-ME 2048 512 2048 512 2048
LED-Player-ME 4096 1024 4096 768 3072

1. Fixtures vorbereiten

Der TPM2-Export schreibt alle Fixtures des gewählten Geräts nacheinander in die Datei, in der Reihenfolge, in der sie im Gerät angelegt sind.

  1. Lege die Fixtures in der Reihenfolge an, in der sie an den Ausgängen hängen: zuerst alles an Ausgang 1, dann Ausgang 2 usw.
  2. Achte darauf, dass die LEDs pro Ausgang zusammen genau den Wert ergeben, den du später als S_LEDS einträgst. Beispiel: Zwei Streifen mit je 150 LEDs an Ausgang 1 und 2 → S_LEDS=150, S_CHANNELS=2.
  3. Stelle den LED-Typ auf RGB, auch bei RGBW-LEDs (SK6812). TPM2 überträgt nur drei Farbwerte pro LED; den Weißanteil berechnet der Player selbst (siehe RGBW_MODE unten).
  4. Lass die Farbreihenfolge auf RGB (Voreinstellung). Die tatsächliche Reihenfolge deiner LEDs stellst du am Player mit COLOR_MAP ein. So wird nur an einer Stelle umsortiert.

Eine Matrix legst du wie gewohnt als Matrix-Fixture in PixDrive Studio an. Die Zuordnung der Pixel übernimmt dabei PixDrive Studio, am Player bleibt es bei LAYOUT=STRIPE.

2. Datei exportieren

  1. Öffne oben den Bereich Sequenzer und lade deine Sequenz.
  2. Klicke in der Transportleiste auf Export.
  3. Wähle als Format TPM2 Serial (.tpm2). Das ist das TPM2-Format, das im Handbuch des LED-Player-ME beschrieben ist.
  4. Wähle unter Device das Gerät mit deinen Fixtures.
  5. Stelle die Framerate (FPS) ein. Der LED-Player-ME spielt höchstens 50 Bilder pro Sekunde ab – 25 oder 30 sind ein guter Wert. Merke dir die Zahl, du brauchst sie gleich für den Player.
  6. Klicke auf Exportieren und speichere die Datei.

3. Datei auf die SD-Karte kopieren

Der Player sucht im Hauptverzeichnis der Karte nach Dateien mit der Endung .TP2 oder .OUT. Benenne die exportierte Datei deshalb um, zum Beispiel von Auto-00001.tpm2 in SHOW01.TP2, und kopiere sie ins Hauptverzeichnis.

  • Dateinamen dürfen bis zu 55 Zeichen lang sein, Groß- und Kleinschreibung spielt keine Rolle.
  • Unterordner werden nicht durchsucht.
  • Der Player merkt sich bis zu 256 Dateien.
  • Ohne FILE-Einträge in der Konfiguration spielt er die Dateien alphabetisch sortiert ab. Nummeriere deshalb mit gleich vielen Ziffern: SHOW01.TP2, SHOW02.TP2 … SHOW10.TP2.

4. Konfigurationsdatei anlegen

Ohne Konfiguration nimmt der Player vier Ausgänge mit je 256 LEDs und 25 Bilder pro Sekunde an. Passt das nicht zu deinem Aufbau, lege im Hauptverzeichnis der Karte eine Textdatei mit dem Namen _CONFIG_ an:

AUTOSTART=1
LAYOUT=STRIPE
S_CHANNELS=2
S_LEDS=150
FPS=30
COLOR_MAP=G,R,B
RGBW_MODE=RGBW_OFF
FILE="SHOW01.TP2", C=0
Eintrag Bedeutung
AUTOSTART=1 Wiedergabe startet automatisch, sobald die Karte erkannt wird
LAYOUT=STRIPE LEDs als Streifen ausgeben – die Pixelzuordnung kommt aus PixDrive Studio
S_CHANNELS Anzahl der genutzten Ausgänge, 1–4
S_LEDS LEDs pro Ausgang, siehe Tabelle oben
FPS dieselbe Framerate wie beim Export, 1–50
COLOR_MAP Farbreihenfolge deiner LEDs, z. B. G,R,B für WS2812. Bei RGBW-LEDs vier Werte, z. B. G,R,B,W
RGBW_MODE RGBW_OFF für RGB-LEDs. Bei RGBW-LEDs RGBW_EQUAL (Weiß nur bei reinem Weiß) oder RGBW_DIFF (gemeinsamer Anteil von R, G und B geht auf Weiß)
FILE="Name", … Datei in dieser Reihenfolge abspielen. C=0 wiederholt sie endlos, C=3 dreimal. Mit F= und B= setzt du Framerate und Helligkeit (0–200 %) nur für diese Datei

Mehrere Dateien trägst du als weitere FILE-Zeilen ein. Die FILE-Zeilen gehören ans Ende der Datei, sonst gelten die Einstellungen darüber nicht für sie. Der Dateiname steht in Anführungszeichen.

Achte darauf, dass die Datei wirklich _CONFIG_ heißt, ohne Endung. Windows und macOS hängen beim Speichern gern unbemerkt .txt an. Nutze einen einfachen Texteditor, kein Word.

Die Konfiguration von der Karte gilt, bis der Player vom Strom getrennt wird. Soll er sie dauerhaft behalten, ergänze die Zeile SAVE=1.

5. Abspielen

Stecke die microSD-Karte in den Player, am besten im ausgeschalteten Zustand – manche Karten lösen beim Einstecken im Betrieb einen Neustart aus. Mit AUTOSTART=1 beginnt die Wiedergabe sofort, die Status-LED flackert blau.

Taste Kurz drücken Lange drücken
Taste 1 nächste Datei Wiedergabe anhalten, das aktuelle Bild bleibt stehen
Taste 2 aktuelle Datei starten oder von vorn beginnen Wiedergabe anhalten, alle LEDs aus

Die Status-LED zeigt, was los ist:

Status-LED Bedeutung
grün, schnell blinkend Konfiguration gelesen, aber keine TPM2-Datei gefunden – Endung und Speicherort prüfen
gelb blinkend Datei wartet auf Tastendruck zum Start
rot: lang – kurz SD-Karte kann nicht gelesen werden – Karte und Formatierung prüfen
rot: lang – lang – kurz Fehler in _CONFIG_, ungültiger Wert
rot: 4 × kurz Datei fehlt oder ist kein gültiges TPM2 – Dateinamen im FILE-Eintrag prüfen und als TPM2 Serial exportieren

Wenn etwas nicht stimmt

Die Farben sind vertauscht – passe COLOR_MAP an. Prüfen kannst du die Reihenfolge mit dem Testmodus: Karte entfernen, im Ruhezustand (grün langsam blinkend) Taste 1 kurz drücken. Jeder weitere Druck wechselt Rot, Gelb, Grün, Cyan, Blau, Magenta, Weiß. Langer Druck auf Taste 1 beendet den Testmodus.

Die Show läuft zu schnell oder zu langsam – FPS in der _CONFIG_ weicht von der Framerate des Exports ab.

Ab einem Ausgang ist das Muster verschoben – die LED-Anzahl pro Ausgang in PixDrive Studio passt nicht zu S_LEDS.

Ein Teil der LEDs bleibt dunkel – die Datei enthält weniger LEDs als konfiguriert, oder S_CHANNELS ist zu klein.

Die LEDs flackern – bei vielen LEDs pro Ausgang ist die Framerate zu hoch. Richtwert: bis zu 512 RGB-LEDs pro Ausgang mit 50 Bildern pro Sekunde, darüber die Framerate senken.

Alle Einstellungen des Players beschreibt das Handbuch des DIAMEX LED-Player-ME, darunter auch das Starten einzelner Dateien über externe Taster.